
Château Beychevelle – das „Versailles des Médoc“
Château Beychevelle gehört zu den berühmten Weingütern von Saint-Julien und ist nicht
nur für seine Weine, sondern auch für seine eindrucksvolle Architektur und die
weitläufigen französischen Gärten bekannt. Das Château wurde 1565 errichtet. Eine
Legende gab dem Gut seinen Namen: Als Ende des 16. Jahrhunderts der mächtige
Herzog von Épernon Besitzer war, sollen vorbeifahrende Schiffe aus Respekt ihre Segel
gestrichen haben. Aus dem gascognischen Ausdruck „Bécha Véla“ – „Segel senken“ –
entwickelte sich der Name Beychevelle. Bis heute schmückt ein Schiff mit gesenktem
Segel das Etikett.
Bei der Klassifikation von 1855 wurde Beychevelle als Quatrième Grand Cru Classé
eingestuft. Das Anwesen umfasst rund 250 Hektar, von denen etwa 90 Hektar mit Reben
bepflanzt sind. Die Weinberge liegen in unmittelbarer Nähe zur Gironde auf
tiefgründigen Kiesböden. Cabernet Sauvignon dominiert, ergänzt durch Merlot und Petit
Verdot.
Der Grand Vin ist für seine Verbindung von Kraft und Eleganz bekannt: dunkle Früchte,
Gewürze, feine Holzaromen und eine seidige Tanninstruktur prägen seinen Charakter.
Mit dem modernen, 2016 eröffneten Keller können die einzelnen Parzellen besonders
präzise vinifiziert werden. Beychevelle verbindet damit jahrhundertealte Médoc-
Tradition mit moderner Kellertechnik – und zählt zu den charaktervollsten Namen von
Saint-Julien.
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