
Toro Albalá & Peter Sisseck – Zwei außergewöhnliche Wege des spanischen Weins
Spanien besitzt eine beeindruckende Vielfalt an Weinpersönlichkeiten und Traditionen. Zwei Namen stehen beispielhaft für sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen kompromisslose Interpretationen: Bodegas Toro Albalá aus Andalusien und der dänische Winzer Peter Sisseck, der in der Ribera del Duero Weinbaugeschichte geschrieben hat.
Bodegas Toro Albalá blickt auf eine Geschichte zurück, die bis 1922 reicht. Im Mittelpunkt stehen die traditionellen Weine der D.O.P. Montilla-Moriles, insbesondere die aus der Rebsorte Pedro Ximénez erzeugten Don PX. Die Kellerei ist bekannt für außergewöhnlich lange gereifte Jahrgangsweine und besitzt historische Schätze, die teilweise viele Jahrzehnte in Fässern reifen. Zum Sortiment gehören neben Don PX auch Fino, Amontillado, Oloroso und Palo Cortado.
Peter Sisseck kam 1990 nach Spanien und wurde maßgeblich mit Hacienda Monasterio in der Ribera del Duero verbunden. 1995 gründete er sein eigenes Projekt Dominio de Pingus. Grundlage seiner Arbeit sind alte Reben, geringe Erträge und eine intensive Beschäftigung mit dem jeweiligen Terroir. Der legendäre Pingus wird aus alten Tinto-Fino-Reben erzeugt und nur in sehr kleinen Mengen produziert. Mit Flor de Pingus und dem Projekt PSI erweiterte Sisseck sein Weinportfolio.
Interessant ist auch Sissecks Engagement in anderen Regionen Spaniens. Neben seinen Projekten in der Ribera del Duero arbeitet er inzwischen auch mit traditionellen Weinbergen im Sherry-Gebiet.
Toro Albalá und Peter Sisseck zeigen damit auf ganz unterschiedliche Weise, wie tief verwurzelt spanischer Wein sein kann: hier jahrzehntelang gereifte andalusische Spezialitäten, dort charaktervolle Rotweine aus alten Reben der Ribera del Duero.
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