
Bruno Giacosa – eine Legende des Piemon
Bruno Giacosa zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des piemontesischen
Weinbaus. Schon als Jugendlicher arbeitete er im Weinhandel seiner Familie und
entwickelte ein außergewöhnliches Wissen über die Weinberge der Langhe. Statt
lediglich auf den eigenen Besitz zu setzen, suchte Giacosa gezielt nach Trauben aus
besonders guten Parzellen und von alten Reben. Dieses tiefgehende Verständnis
einzelner Lagen machte ihn zu einem der großen Interpreten von Barolo und Barbaresco.
Nebbiolo steht im Mittelpunkt des Hauses. Giacosas große Weine zeichnen sich weniger
durch opulente Kraft als durch Präzision, Duftigkeit, feine Tannine und enormes
Reifepotenzial aus. Rosen, Veilchen, rote Früchte, Gewürze und die für Nebbiolo
typischen erdigen und balsamischen Nuancen entwickeln sich mit zunehmender
Flaschenreife zu großer Komplexität.
Eine besondere Stellung nehmen die Riserva-Weine ein. Nur außergewöhnliche
Jahrgänge werden dafür ausgewählt; ihre Flaschen tragen das berühmte rote Etikett –
die „Etichetta Rossa“. Namen wie Barbaresco Santo Stefano oder Barolo Falletto Vigna
Le Rocche haben unter Liebhabern des Piemont einen nahezu legendären Ruf.
Neben Nebbiolo erzeugt das Haus auch Weine aus Barbera, Dolcetto und anderen
traditionellen Rebsorten. Heute führt die nächste Generation die Philosophie Bruno
Giacosas fort: sorgfältigste Auswahl, zurückhaltende Kellerarbeit und die Überzeugung,
dass große Weine vor allem den Charakter ihres Weinbergs zeigen sollen.
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