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Reife Trauben an einer Weinrebe mit grünen Blättern.

Château Margaux – eine Ikone des Médoc

Château Margaux zählt zu den berühmtesten Weingütern der Welt. Das Anwesen war

bereits im Mittelalter als „La Mothe de Margaux“ bekannt, doch seine eigentliche

Entwicklung zum Weinbaubetrieb begann im 16. Jahrhundert. Zwischen 1572 und 1582

ließ Pierre de Lestonnac große Teile des Besitzes neu strukturieren und konzentrierte

sich zunehmend auf den Weinbau – zu einer Zeit, als im Médoc vielerorts noch Getreide

dominierte.


Das heutige Château entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Architekt Louis

Combes schuf einen klassizistischen Bau, dessen eindrucksvolle Säulenfassade zu den

Wahrzeichen Bordeaux’ gehört. Bei der Klassifikation von 1855 wurde Château Margaux

als Premier Grand Cru Classé eingestuft.


Die großen Kiesböden der Appellation Margaux sind besonders für Cabernet Sauvignon

geeignet. Er bildet das Rückgrat des Grand Vin und wird durch Merlot sowie kleinere

Anteile weiterer Bordeaux-Sorten ergänzt. Cabernet Sauvignon verleiht Struktur, Cassis

und florale Noten, während Merlot zusätzliche Fülle einbringt.


Was Château Margaux auszeichnet, ist die Verbindung von Intensität und

außergewöhnlicher Feinheit. Typische Aromen reichen von schwarzer Johannisbeere

und Veilchen über Zedernholz bis zu Gewürzen. Trotz großer Konzentration wirken die

besten Jahrgänge niemals schwer. Neben dem Grand Vin entstehen Pavillon Rouge und

der seltene weiße Pavillon Blanc. Château Margaux steht damit wie kaum ein anderes

Gut für die elegante Seite großer Bordeaux-Weine.

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